Samstag, 11. Oktober 2008
I'm Back! oder Schokopudding, wir sind da!
Zum Glück schien die Sonne und machte uns die Ankunft erträglich. Nachdem wir unbeschadet durch den Zoll kamen (GOTT SEI DANK!) wurde ich von meiner Schwester abgeholt und der arme kleine Simon musste Zug fahren.
Was soll ich sagen. Es war ein Gefühl, dass ich davor noch nicht kannte. Aber ich fühlte mich gut, es war nur irgendwie alles fremd. Als ich dann meine Eltern und unser Haus wieder sah war die Freude schon groß.
Aber ich fühlte mich wirklich etwas fremd und es kam mir vor wie ein weiteres Land auf meiner Reise, das es zu endecken galt. Die Menschen waren ganz anderst als ich es gewöhnt war und es hat sich ja auch vieles geändert. Somit ging ich mit großen Augen durch Deutschland, aber hatte auch eine Menge Spaß. Das erste mal wieder zum Bäcker gehen und leckere Brötchen kaufen, oder Schokolade usw. Die ersten Tage arteten erstmal in Fressgelage aus, den wenn man durch die Läden geht sieht man erst was man alles vermisst hat ;-)
Die Reise war für mich lange genug gewesen und irgendwann ist die Luft auch raus und es gibt keinen Platz mehr um neues aufzunehmen. Ich war einfach voll mit allem. Man hat ja keine Zeit das alles zu verarbeiten und ich sehnte mich gegen Ende auch nach etwas Routine und Anonymität. Ich denke die länge des Zeitraumes war richtig gewählt um das Fernweh zu sättigen und sogar noch etwas mehr um das zuhause wieder schätzen zu lernen und nicht gleich wieder abzuhauen, denn das es mich irgendwann wieder in die Ferne treibt ist keine Frage :-)
Wenn ich zurückblicke verging die Zeit wie im Fluge und es rückt immer weiter weg, aber wenn ich ins Detail gehe und mir überlege, was ich alles gemacht und gesehen habe, war es doch lang und es ist unglaublich viel passiert.
Wie sagte unser Herr Prof. Passon so schön:
"Individuelle Erfahrungen führen zu individuellen Veränderungen."
Und bis sich alles setzt und ich für mich selbst erkenne und begreife wie sehr ich mich verändert habe wird noch einige Zeit vergehen.
Selbst jetzt, fast einen Monat nach meiner Ankunft vermisse ich das Reisen nicht....naja das surfen schon etwas und ich bin auch schon wieder am planen, aber das ist dann eine neue Geschichte ;-)
Some Facts about South-East-Asia
Man denkt zuerst man ist im falschen Film, aber eines der witzigsten Dinge, die ich gesehen habe, sind die Frauen jeglichen Alters, die den ganzen Tag im Pyjama rumlaufen. Zuerst dachte ich die sind zu faul morgens den Schlafanzug auszuziehen, aber in Wirklichkeit finden sie die Dinger so bequem, dass sie sich extra Schlafanzüge für den Tag kaufen.
Die Frauen laufen dort alles rund um die Uhr in Schlafanzügen herum, egal ob zuhause oder bei der Arbeit und das in allen Farben und Mustern :-)
2. Out of my way you F****!
In Asien gibt es weder Verkehrsregeln noch Fahrschulen. Oder es interesiert zumindest niemanden.
Ein witziges Fact, dass ich beobachten konnte war das Mopet Fahrer ihren Daumen in ständiger Alarmbereitschaft über ihrer Hupe kreisen lassen, anstatt die Finger griffbereit an der Bremse zu platzieren. Somit gilt: erst hupen, dann bremsen!
3. Looks more colorfull!?
Dieses Thema ist weniger lustig. Ich denke in anderen 3. Welt Ländern sieht es ähnlich aus, aber ich kenne die Fakten vorerst nur von hier.
Wenn die Menschen so weiter machen werden sie in naher Zukunft ein riesiges Plastikmüllproblem bekommen. Schon heute sie alle Gebiete in denen Einheimische wohnen total verdreckt und zugemüllt.
Paradoxer Weise ist es der Tourismus, der Schlimmeres verhindert denn die Touristenstrände z.B. sind sauber und es wird danach geschaut. Aber sobald man an einen Strand kommt wo nur Einheimische sich aufhalten oder wohnen findet man ein schreckliches Bild von Umweltverschmutzung. Man wirft weg wo man geht und steht und macht sich keine Gedanken oder stört sich an dem Müll der überall herumliegt. Vorallem fließendes Wasser, welches hundert Meter weiter wieder getrunken wird, erfreut sich wachsender Beliebtheit als Möglichkeit der Müllentsorgung, aber auch vergraben und verbrennen sind hoch im Kurs.
Das Problem ist, das die Einheimischen sogar Spass an der Verschmutzung haben und Stolz darauf sind ihrem Müll überall hinwerfen zu können, denn bei uns blöden Europäern gibt es ja Gesetze und man bekommt Ärger wenn man den Müll einfach wegwirft. In Asien ist man aber frei und kann deshalb tun was man will.... :-/ dumme, traurige Welt
Die krasseste Begründung die ich gehört habe:
Je mehr Müll auf dem Acker liegt desto besser, denn durch die vielen bunten Plastiktüten sieht es viel schöner aus als mit dem langweiligen grün... --> Looks more colorfull!
Der Abschied
Ich war inzwischen schon das 3. Mal hier und konnte den Jungs den Weekendmarket zeigen, der mal wieder nicht enttäuschte ;-) (ich kauf mir wirklich nieeee mehr T-Shirts!!!)
Desweiteren ging es noch einmal nach Chinatown um in versifften Seitenstraßen kulinarischen Deslikatessen zu frönen (was ist das? -kein Plan, aber schmeckt ganz ok ;-)
Am Siam Square sahen wir noch einmal den Reichtum, den Bangkok durchaus auch zu bieten hat und ließen die Abende immer gebührend bei ein paar "buckets" in der Khaosan Road ausklingen.
Den letzten Abend verbrachten wir dann nochmal legendär und ich bin froh, dass wir den Rückflug am Folgetag um 23:45 Uhr(!) deswegen nicht verpassten. Auf Details will ich hier jetzt nicht eingehen... ;-)
Eine Reise geht zu Ende...
Nach ein paar Tagen im Mekong Delta steuerte ich zunächst Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) an. Hier traf ich noch mal auf Simon und Jogi, die sich die Bequemlichkeit eines Fluges nach Hanoi leisteten. Ich hingegen wollte etwas Geld sparen und hatte auch das Bedürfnis noch ein wenig alleine zu reisen.
Deshalb entschied ich mich für den Bus um die ca. 1.600km nach Hanoi entlang der Küste zurück zu legen. Danach wollte ich dann auch wieder fliegen ;-)
Ich gönnte mir aber immerhin einen Schlafbus mit Betten ähnlichen Sitzen, nur leider im Asia Maßstab... Etwas Schlaf konnte ich aber sammeln und fuhr somit immer nachts und nutze die Tage um mir die Städte Na Thrang und Hue anzusehen.
Nach so einer langen Reise kommt man aber leider irgendwann zu einem Punkt, an dem einem einfach nichts mehr umhauen kann. Nachdem ich die Traumstrände Thailands besucht hatte wirkten die Strände Vietnams öde und langweilig und auch die Tempel und Grabstätten konnten mich nach Angkor nicht im geringsten beeindrucken. So zog ich mein Program durch nach dem Motto: wenn ich schon mal da bin.... aber insgesamt war Vietnam eher enttäuschend.
Klar die Museen über den Krieg weckten nochmal mein Interesse. Ich bin wirklich froh das ich da war, denn ich hatte immer Wissenslücken was den Vietnam Krieg angeht, doch nun habe ich mich durch so einiges Infomaterial gelesen und weiß nun was wirklich passierte. Leider musste ich erkennen, dass hier ähnlich erschreckende Dinge passiert sind wie in Kambodscha und Millionen von Menschen mussten leiden. Doch die erschreckenste Erkenntnis war die absolute Sinnlosigkeit dieses Krieges.
Die Amis haben hier einen riesigen Haufen Scheiße gebaut und die Leidtragenden waren die Soldaten und Zivilisten, auf BEIDEN Seiten.
Noch heute sieht man die schlimmen Folgen von Agent Orange. Dieser "Spezialagent" ist eine neben vielen anderen chemischen Waffen die die USA einsetzten. Dabei waren die Ziele eigentlich keine Menschen, sondern die Pflanzen, die dem Feind Schutz bieteten. Aber wie sich jeder normale Mensch denken kann gingen die Folgen weiter als von den USA erwartet und auch die Menschen wurden krank. Jeder der mit den "Agenten" in Kontakt kam brachte missgebildete Kinder zur Welt. Die Behinderungen sind nicht gleich sondern sehr unterschiedlich und weit gefächert. Sie gibt es körperliche und geistige Missbildungen wie z.B. verkümmerte oder zu kleine Gliedmasen, Veränderungen der Haut bis hin zu ganz krassen Missbildungen und nicht lebensfähigen Geschöpfen die einem Horrorfilm entsprungen sein könnten.
Die amerikanischen Soldaten, die mit den Agenten zu tun hatten und sie aus den Flugzeugen abwarfen sind inzwischen vom Staat und den Produzenten entschädigt worden. Die Menschen in Vietnam, die das Ziel waren und den ganzen Scheiß auf den Kopf bekommen haben, warten noch heute auf eine Entschuldigung (!), von Schmerzensgeld brauchen wir gar nicht erst zu träumen...
In Hanoi traf ich mich dann wieder mit Simon und Jogi, die ein paar Tage in Sapa in den Bergen verbrachten. Von hier ging es dann in die Halong Bucht, ein Highlight zum Schluss!!! :-)
Diese Bucht bietet ein unglaubliches Naturschauspiel und wird auch als 8. Weltwunder gehandelt, den tausende Kalkfelsen ragen hier aus dem Wasser, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, versinkt. Viele Inseln beheimaten Höhlen die wirklich fantastische Ausmaße und Formen bieten.
Wir entschlossen uns für eine 3-tägige Schiffstour um das ca. 1.500 Quadratkilometer große Gebiet zu erkunden. Natürlich waren wir nicht die ersten Besucher und inzwischen ist alles sehr touristisch und durchorganisiert, so das es für eigene Pläne kaum Platz gibt. Nichts desto trotz war es ein unvergesliches Erlebnis, aber leider muss ich wieder mal ehrlich sein. Thailand hatte auch schon ähnliche Schönheiten geboten, nur nicht in solchen Ausmaßen und spätestens jetzt war mir klar, Vietnam wird mich nicht wieder sehen.
Damit meine ich gar nicht die Landschaft, die es gegen Ende kaum mehr schaffte mich zu beeindrucken, sondern vielmehr die Bewohner. Die Vietnamesen sind wirklich die größten und frechsten Abzocker und irgendwann hat man einfach kein Bock mehr auch nur einen Cent in diesem Land zu lassen. Es gibt natürlich auch viele nette Menschen, vor allem im Süden, aber der Norden ist voller Idioten. Und man spürt, das die Menscher hier keine Weißen mögen. Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite habe ich als 23 jähriger Deutscher mal null komma null gar nichts mit der Vergangenheit und dem Krieg zu tun und ich finde dieses Verhalten einfach nicht in Ordnung. Die Menschen in Kambodscha hat es härter getroffen und sie sind auch um einiges ärmer, aber trotzdem schaffen sie es nett zu sein.
Vietnam bekommt somit von mir nur ein PFUI und wenn jemand von euch das Abenteur und Natur sucht, dann geht nach Laos und Kambotscha, denn Vietnam hat nichts zu bieten was es nicht auch woanderst gibt.
Zurück in Hanoi war dann irgendwie die Luft raus. Ich besuchte zwar noch einmal das berühmte Wasserpuppentheater, aber zu mehr reichte es dann nicht mehr und wir verbrachten den letzten Tag in unserem Hotel wo wir uns mit DVDs, Kuchen und Bier vergnügten.
Zu dritt flogen wir dann nach Bangkok um unsere letzten 3 Tage in Asien zu verbringen und einen gebührenden Abschied zu feiern!
Freitag, 12. September 2008
Kambotschas Kueste und Vietnam
Auf mich wartete aber noch die Kueste Kambotschas und auch Vietnam wollte von mir erkundet werden. So machte ich mich alleine auf den Weg nach Shianoukville, dem bekanntesten Badeort an der Kueste.
Leider ist der Strand hier eher enttaeuschend. Es liegt ueberall superviel Muell herum und man hat keine 2 Minuten Ruhe, bevor der naechste Strandverkaeufer einen aufweckt: "Buy something Mister!!!"
Dennoch bin ich hier laenger als geplant haengengeblieben, denn ich habe hier ein paar nette Jungs getroffen mit denen ich so manchen Abend feucht, froehlich verbracht habe.
An dieser Stelle nette Gruesse an Rasmus, Dede, Ronald und Richart.
Wir haben uns auch Roller geliehen und auf eigene Faust verlassene Strandabschnitte erforscht. Ab vom Schuss liess es sich hier durchaus aushalten :-)
In Shianoukville habe ich mir auch mein Visum fuer Vietnam geholt. Da ich schon mal hier unten war entschloss ich mich fuer den suedlichsten Grenzuebergang zwischen Vietnam und Kambotscha in Ha Tien.
Es warnen zwar alle Reisefuehrer davor diesen Grenzuebergang zu nutzen, da er fuer Touristen gesperrt ist, aber einige Locals meinten er waere inzwischen offen. Aber auch vor diesen Geruechten warnen die Reisefuehrer.
Da ich Lust auf etwas Abenteur hatte, nahm ich also den naechsten Bus nach Kampot um von hier die Grenzueberquerung zu starten, in der Hoffnung es mit verschmerzlichem Zeit- und fananziellem Aufwand zu schaffen.
Ich wollte das auch unbedingt machen, da ich dann direkt im Mekong Delta war und mich vom Suedwesten her Saigon naehern konnte. In Shianoukville hatte ich schon soviel Zeit verloren und wuerde nochmal ein paar Tage verlieren wenn ich zurueck nach Phnom Penth gefahren waere und von dort mit einer organisierten Tour ueber die Grenze nach Saigon.
In Kampot angekommen handelte ich sofort mit einem Mototaxi-Fahrer den Transport fuer den naechsten Tag aus. Mit 2 Rucksaecken hinten auf einem Motorbike fuer 2 Stunden durch die Pampa zu heizen ist zwar nicht der bequemste Weg zu reisen, aber der Fahrer konnte gut Englisch und auch Vietnamesisch, was mir bei eventuellen Problemen mit den Grenzbeamten zugute kommen koennte. In Phnom Penh gibt es organisierte Touren die sich um alles kuemmern und einen direkt nach Saigon ueber die Grenze bringen. Das waere natuerlich angenehmer gewesen. Ich musste mich jetzt um alles selber kuemmern und mich von einem Ort zum naechsten hangeln.
Den Rest vom Tag habe ich mir noch ein Fahrrad geliehen und einen Zoo ausserhalb der Stadt besucht. Die Kaefige der Tiere haetten zwar etwas besser sein koennen, aber alles in allem machte der Zoo einen guten Eindruck. Das tolle an der Sache war, dass ich fast alleine dort war und die Sicherheitsvorkehrungen und Absperrungen nur die notwendigsten Ansprueche erfuellen. D.h. die Tiere sind im Kaefig aber man kann ganz nahe hinlaufen und die Tierchen streicheln.
Ich habe mich natuerlich sehr respektvoll verhalten und versucht die Tiere so wenig wie moeglich zu stoeren, aber da hier einfach nichts los war machten alle einen sehr gelangweilten Eindruck und waren froh ueber die Abwechslung und kammen immer zu mir wenn ich an den Kaefig trat. So habe ich dann mit allen moeglich Affen gespielt, Haendchen gehalten und sogar den Tiger gestreichelt....aber nur ganz kurz ;-)
Der Leopard hingegen war wesentlich kleiner und hat es sehr genossen gekrault zu werden. Nachdem ich dann eine geschlagene Stunde mit den Orang Utans verbracht habe, ging es zurueck ins Hostel. Hier genemigte ich mir ein leckeres Abendessen und schaute mit dem Besitzer und seiner Familie Thaiboxen bis in die Nacht.
So gut dieser Tag endete, so beschissen fing der naechste an. Beim packen musste ich feststellen, dass ich beklaut wurde und es fehlten ungefaehr 50-70$, ausser Geld aber zum Glueck nichts.
Ich konnte aber nicht einschaetzen ob es in Shianoukville oder hier in Kampot passiert war. Eigentlich musste es in Kampot gewesen sein, dem alten Besitzer und seiner Familie, die das Hostel fuehren ist ein Diebstall aber mit Sicherheit nicht zuzutrauen. Es koennten also nur andere Gaeste gewesen sein.
Wie auch immer, mir hat natuerlich keiner geglaubt oder helfen wollen und die Diskussion mit dem Besitzer fuehrte auch zu nichts. Die Polizei zu rufen waere absolut sinnlos gewesen. Ich musste mich also damit abfinden und hatte eigentlich keine Zeit zu verlieren, da ich die Grenze zu ueberqueren hatte um meinen Anschluss in Vietnam zu bekommen.
Nur leider kam mein Moto-Fahrer nicht....
Mit einiger Verspaetung tauchte dann ein vermeindlicher Kumpel des urspruenglichen Fahrers auf, der meinte sein Freund musste dringend nach Phnom Penh und er erledigt den Job. Dies teilte er dem Besitzer des Hostels mit, den er konnte kein Wort Englisch.
Da stand ich nun also, viel zu spaet am Tage, mit dem wenigen Geld das ich in meinem Geldbeutel noch hatte, vor einem Motorbike dessen Fahrer kein Wort vom dem verstand was ich ihm sagte, um die Grenze an einer Stelle zu ueberqueren, die anscheinend fuer Touristen gesperrt ist...!
Was mach ich also???
Rauf auf das Ding und los!!! :-)
Und es ging wirklich durch Doerfer und Waelder auf einer staubigen, unbetonierten Piste die immer weiter aus der Zivillisation zu fuehren schien.
Als wir dann die Grenze erreichten standen da ein Haeuschen mit Schranke und hundert Meter weiter das Naechste. Auf der Strasse viele Haendler die geschaeftig ihre Waren tauschten und viele andere einheimische Grenzueberquerer.
Ich war aber wirklich possitiv ueberrascht wie einfach und schnell alles ging. Der Kambotschanische Grenzbeamte liess sich noch etwas mehr Zeit, fuhr Buchstaben und Zahlen nach, die ich seiner Meinung nach wohl etwas unsauber niedergeschrieben habe und ich unterstelle ihm mal, dass er sich nochmal ueberlegt hat, wie er mir mit faelschlichen Beschuldigungen ein paar Dollar abzocken kann. Sein Gewissen hat aber gesiegt und er lies mich von dannen ziehen. Auf vietnamesischer Seite verlief alles noch etwas schneller und nach 30 Minuten war alles erledigt.
Es war wieder wie die Ueberquerung von Thailand nach Kambotscha, nur anderst herum.
Sobald man Kambotscha verlaesst und sich Vietnam naehert sind die Strassen wieder betoniert, statt eines Bretterverschlages steht hier ein Grenz"gebaeude" und der Muell wird, zwar kaum merklich, etwas weniger.
Leider habe ich durch die Verspaetung meinen Anschluss verpasst und konnte nicht direkt nach Can Tho, meinem Tagesziel reisen. So musste ich mir ein ueberteuertes Ticket nach Rach Gia kaufen um nach dieser 3 Stunden Fahrt, eine weitere 3 Stuendige Tortur im Localbus zu ueberstehen. Naja, eigentlich war die Fahrt ziemlich geil, denn ich wurde von den Fahrgeasten gierig bestaunt, da auf dieser Strecke wohl nur selten Touristen unterwegs sind, und habe mich stundenlang mit Haenden und Fuessen unterhalten und Handybildchen getauscht, denn Englisch kann hier natuerlich auch keiner.
Leider wurde dieser possitive erste Eindruck an den Busstationen sofort wieder zerstoert und Vietnam machte seinem Ruf, also Land der Abzocker alle Ehre.
Es ist unglaublich wie dreist und skrupellos die Moto-und Taxi-Fahrer und die Ticketverkaeufer sind. Hier musste ich leider die frechste Abzocke meiner ganzen Reise erleben. Es hat mich zwar nur 3 Euro Lehrgeld gekostet aber ich habe mich unglaublich aufgeregt und so etwas kreiert einfach unangenehme Eindruecke bei den Reisenden. Ich bin ja inzwischen auch schon einiges gewoehnt und habe in solchen Dingen genug Erfahrung gesammelt, dass ich behaupten kann, es ist wirklich schwer mich zu verarschen, aber die habens geschafft und ich moechte nicht wissen, was unerfahrene Reisende hier schon an Geld gelassen haben. Man ist hier auch wirklich komplett auf sich alleine gestellt. Ich habe in den letzten 3 Tagen vielleicht 2 andere Weisse gesehen.
Wie auch immer, am spaeten Nachmittag war ich dann nun endlich in Can Tho, der groessten Stadt im Mekong Delta, um von hier meine Erkundungstouren zu organisieren.
Mittwoch, 3. September 2008
Phnom Penh

Das Museum befindet sich in den Raeulichkeiten der ehemaligen Toul Svay High School. Zwischen 1975 und 1979 war hier das beruechtigte Gefaengnis S-21 der Roten Khmer, durch dessen Tore ueber 13000 Menschen - anderen Schaetzungen zufolge sollen es ueber 20000 gewesen sein - in den Tod gingen. Vor allem die gebidete Elite lernte das S-21 als Verhoer- und Folterzentrum fuerchten: Aerzte, Lehrer Militaerpersonal, Verwaltungsangestellte und andere "Verdaechtige" wanderten durch die erbarmugslosen Haende der Roten Khmer. Das Regime waehlte seine Opfer willkuerlich aus - sogar Kinder und Babys wurden verhaftet und gnadenlos abgschlachtet.Durchschnittlich bis zu 1500 Gefangene waren hier einst untergebracht, in winzige Zellen gepfercht oder in den frueheren Klassenzimmern an den Boden bzw. aneinander gekettet. Noch immer sind die Balkone der oberen Stockwerke mit Stacheldraht abgesichert, der die Haeftlinge am Sprung in den vorzeitigen Tod hindern sollte.
Im ersten Block gleich nach dem Eingang stehen in manchen Zellen noch eiserne Bettgestelle, an denen die Inhaftierten festgekettet waren. An den Waenden befinden sich Fotographien der Leichen, die in den Raeumen gefunden wurden. Diese Bilder haben mich mitunter am meisten geschockt. (Ich verzichte bewusst darauf Fotos mit solchem oder aehnlichen Inhalt hochzuladen, denn ich weiss nicht wer alles meinen Blog liest. Wer sich aber naeher mit diesem Thema beschaftigen moechte und sehen moechte was ich gesehen habe, kann mich gern kontaktieren und sich mein Fotomaterial ansehen.) Als die vietnamesische Armee das Gefaengnis 1979 erreichte, traf sie nur noch 7 Haeftlinge (von 1500 dieses angeblichen "Gefaengnisses") lebend an. Ueberall lagen Leichen von Gefangenen, die erst kurz zuvor ermordet worden waren - ihre sterblichen Ueberreste liegen im Hof begraben.
Andere Raeume sind so klein, dass ein ausgewachsener Mensch nicht genuegend Platz hatte, um sich auszustrecken. An den Waenden im Erdgeschoss haengen tausende Schwarzweissbilder von Opfern, aus deren Augen die gesamte Bandbreite von Emotionen spricht, von Angst ueber Trotz bis hin zu Leere. Sie alle tragen Nummern, denn die roten Khmer dokumentierten penibelst, wer ihnen in die Haende fiel. Ein Grossteil der Ermordeten waren Kambodganer, doch auch Auslaender (Asiaten und Westler) wurden verhoert und gefoltert.Die Bestuerzung laesst auch nach der Fotoausstellung nicht nach. Es folgen Erlaeuterungen ueber Foltermethoden, von einem der Ueberlebenden grafisch dargestellt. (siehe unten)


Das unterste Bild zeigt den sog. "Killing Tree" der sich auf den Killing Fields befindet. Er wurde dazu genutzt um Babys zu toeten indem man sich einfach dagegen geschlagen hat und danach in ein Massengrab geworfen. Bei dem Gedanken daran ist mir schlecht geworden...Choeung Ek - "The Killing Fields"
Nur 12 km suedwestlich von Phnom Penh liegt das beruechtigte Choeung Ek, wo die Gefangenen von Toul Sleng hingerichtet wurden (wenn sie nicht schon durch die Folter starben). Die Staetteist nur eine von mehreren 100(!) in Kambodscha, welche die voelkermoerderischen Roten Khmer fuer ihre Massenmorde missbrauchten. Anfangs wurden die unliebsamen Gegner - Maenner, Frauen und Kinder, die man des Landesverrats bezichtigte - auf der Stelle erschossen, doch spaeter gingen die Roten Khmer dazu ueber, ihre Opfer zu erstechen oder zu Tode zu knueppeln, um wertvole Munition zu sparen. Als auch das Benzin zur Neige ging, wurden die Gefangenen auf ihrem Transport von Toul Sleng nach Choeung Ek einfach hinter die Fahrzeuge gebunden, zu Tode geschleift und danach in die Reisfelder am Strassenrand geworfen.
Die Gedenkstaette beherrbergt heute die sterblichen Ueberreste von 8985 Menschen, die im Jahre 1980 aus 86 Massengraebern geborgen wurden. Schaetzungen zufolge wurden auf den Killing Fields sogar ueber 17000 Menschen abgeschlachtet - noch immer gibt es 43 ungeoeffnete Massengraeber.

Der oben erwaehnte Killing Tree in echt, mit Knochen und alten KleidernAuf jedenfall hat mich dieser Wahnsinn der Menschen unglaublich erschuettert und der Gedanke, dass sich so etwas staendig wiederholt und sogar noch heute in Afrika passiert, macht mich krank, wuetend und unglaublich traurig...
Diese Karte von Kamboscha wurde aus Knochen und Schaedeln aus den Massengraebern der Killingfields gemacht. Wegen Zweifeln an der moralischen Vertretbarkeit existiert sie heute nur noch als Fotographie.Dienstag, 26. August 2008
Die Tempel von Angkor
Insgesamt liegen die Tempel von Angkor verstreut ueber eine Flaeche von mehr als 300 Quadratkilometer. Die Khmer-Koenige liessen die gewaltigen Anlagen in erster Linie als Staatstempel fuer den Devaraja-Kult errichten, der damals neben dem Hinduismus weit verbreitet war. Da die sukzessiven Koenige ihre Vorgaenger uebertreffen wollten und die Techniken des Tempelbaus sich durch die bestaendig wachsende Erfahrung verbesserte, nahm die Komplexitaet der Anlagen bestaendig zu. Symbolisch liegt der Anordnung der meisten Tempel der hinduistische Kosmos zu Grunde. Spaeter wurde der Buddhismus zur Staatsreligion erklaert und viele Tempel wurden dem entsprechend veraendert. Angkors Tempelstaetten sind so unterschiedlich wie seine Herrscher und jeder Tempel besitzt seine eigene Ausstrahlung.
Am Tag unserer Ankunft kauften wir uns fuer den Folgetag unser Ticket, dass uns berechtigte nach 5 Uhr den Sonnenuntergang in einem der Tempel zu bestaunen. Wir entschieden uns (genauso wie Millionen anderer Touristen ;-)) fuer den Tempel Phnom Bakheng. Er befindet sich auf einem kleinen Berg und beschehrt eine wunderbare Aussicht auf den Tonle Sap See und Angkor Wat. Mehr konnte man aber leider nicht sehen, da sich die anderen Tempel mehr oder weniger im Jungel befinden oder sich unter Baeumen verstecken. Phnom Bakheng selber war nicht all zu spektakulaer, es war aber sehr amuesant den Horden von Japanern zu zusehen, wie sie versuchten auf den kleinen Stufen, wo meist nur die Fussspitze platz findet, den Tempel zu erklimmen. Wirklich sehr unterhaltsam :-)Am naechsten Tag ging es dann aber endlich richtig los. Wir haben uns Fahrraeder geliehen und uns der anstrengenden Aufgabe gestellt, alle Tempel zu erstrampeln...bei schaetzungsweise 35 Grad im Schatten und 98% Luftfeuchtigkeit. Die gewonnene Flexibilitaet und die schoenen Parkanlagen, haben aber alle Strapazen vergessen lassen.
Um 5 Uhr morgen(!) schwangen wir uns schlaftrunken auf die Saettel und strampelten los, in der Hoffnung den Sonnenaufgang nicht zu verpassen und das alle anderen verschlafen haben. ...haben sie nicht ;-), es war aber trotzdem ein wunderschoenes Schauspiel das wir im wohl bekanntesten Tempel Angkor Wat bestaunten. Angkor Wat ist zufaellig auch der groesste Tempel der Welt, befindet sich auf einer kuenstlich errichteten Insel (1500x1300m) und ist schlappe 850Jahre alt. Fuenf grandiose maiskolbenfoermige Tuerme halten den Blick gefangen, waehrend man sich in Gedanken vor der Vorstellungskraft der Baumeister verneigt, die dieses Meisterwerk schufen. Man schaetzt die Bauzeit auf ungefaehr 30 Jahre und zehntausende Arbeiter sollen daran beteiligt gewesen sein. Hinter jeder Ecke wartet eine neue Sehenswuerdigkeit und entlang der Galerien um das Herz des Tempels warten die beruehmten Flachreliefs mit einer Hoehe von 2m und einer Laenge von 700m, und das in allen Himmelsrichtungen!Das Herz des Tempels bildet eine Pyramide und ist auf 3 Ebenen errichtet, ueber die sich die 5 Tuerme erheben , deren mittlerer eine Hoehe von 65m erreicht. Leider konnten wir nicht in die Tuerme, da der Zugang wegen Restaurationsarbeiten gesperrt war :-(

Nach diesem beeindruckendem Erlebnis ging es weiter zum naechsten Tempel, dem Bayon.
...to be continued...
.......weil mir grad der Simon auf die Schulter haut. So ein Spitz! Da hock ich grad im letzten Loch in Vietnam und versuch meinen Blog zu aktuallisieren (was ich wohl nie schaffen werde ;-)) und wir laufen uns ueber den Weg. Sry, aber jetzt muss ich erstmal einen trinken gehen :-)
...so inzwischen in Saigon angekommen und den Simon wieder losgeworden, gehts weiter im Klartext :-)
Angkor Thom ist so etwas wie die Stadtmauer, 8 Meter hoch, mehr als 5 Meilen lang und von 5 Toren mit jeweils doppelten Portalen unterbrochen. Draussen erstreckt sich ein breiter Wassergraben und die ganze Anlage ist aehnlich quadratisch aufgebaut wie Angkor Wat. Im Inneren dieser ehemaligen Stadt sind zahlreiche Gebaeude erhalten geblieben, meist Tempel, aber der Grossteil und die ehemaligen Wohngebaeude sind leider verschwunden, da sie aus vergaenglichem Material wie z.B. Holz gemacht waren. Im Zentrum dieser Anlage befindet sich nun der Staatstempel Bayon.
Der Bayon ist nicht umsonst Steffis Lieblingstempel, denn ich muss zugeben, dass er es auch mir sehr angetan hat. Wenn man sich ihm langsam naehert erkennt man zunaechst nicht viel mehr als eine schwer zu definierende Masse aus dunklem Stein. Erst nach Ueberquerung eines Steindamms wird die Vielschichtigkeit des Bauwerks ersichtilich und erst dann ruecken die 54 Tuerme (von denen heute leider nicht mehr alle stehen, man findet ueberall andere Zahlen und ich habe selber nicht gezaehlt ;-) mit jeweils 4 riesigen Gesichtern des Lokesvara ins Bewusstsein des Besuchers. Insgesamt blicken ca. 200 solcher Gesichter in staendiger Wiederkehr vom Bayon herrab, aber doch sieht jedes irgendwie anderst aus.
Im spaeten 12. oder fruehen 13. Jh. wurde der Tempel vollendet und sollte die Religionen des Landes zusammenfuehren und auch den Islam in seinen Schoss aufnehmen, der die Religion der soeben unterworfenen Cham war. Geweiht wurde das Bauwerk als buddistischer tempel, doch als der Hinduismus zur Staatsreligion erhoben wurde, rissen fanatische Glaubige das Buddhabildnis nieder und stuerzten es in einen nahen Brunnen. Man sagt auch, dass andere Tempel manchmal von neu gekroenten Koenigen zerstoert wurden, um an der gleichen Stelle dann ihren eigenen Tempel zu errichten. Der Bayon jedoch wurde nie zerstoert, denn jeder Koenig der ihn sah fand ihn so schoen, dass er es nur wagte in auszubauen, oder ihn um neue Aspekte zu erweitern.
Es hat wirklich eine Menge Spass gemacht in diesem Tempel herumzuklettern und wegen seinem enormen Detaillreichtum kann man Stunden damit zubringen, ueberall neue Sehenswuerdigkeiten zu entdecken.
Nach unserer Entdeckungstour im Bayon machten wir uns, nach einer kleinen Staerkung, auf den muesamen Weg zum Ta Prohm, dem "Tomb Raider"-Tempel im Dschungel.
Maechtige (und damit meine ich maeaeaechtige!) Feigen-, Bayan-, und Kapokbaeume wachsen auf den Terrassen und Mauern von Ta Prohm. Viele von ihnen sind ueber 300 Jahre alt und ihre gewaltigen Wurzeln umklammern Waende, umrahmen Torbauten und brechen gigantische Steinbloecke auseinander. Keiner der 39 Tuerme ist unversehrt geblieben und das eingestuerzte Tempellabyrinth macht es schwierig, einen Rundgang zu planen oder den Grundriss des Bauwerks zu erkennen. Wenn ich ehrlich bin habe ich mich sogar im Tempel verlaufen :-) Es beeintraechtigt die Besichtigung jedoch nicht im geringsten, wenn man die Orientierung verliert, denn der Reiz besteht vor allem darin, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, ueber eingestuertztes Mauerwerk zu klettern, geduckt durch hoehlenartige Galerien zu kraxeln und sich davon ueberraschen zu lassen, welche Kunstwerke sich hinter der naechsten Ecke verbergen, oder wo man eigentlich ist?!
Leider waren im Vergleich, zu dem was Steffi von vor 2 Jahren erzaehlt hat, inzwischen viele Bereiche abgesperrt und soviel Spass dieser Tempel auch macht, muss es frueher wohl noch spannender gewesen sein. Ich habe die abgesperrten Bereiche....naja, meistens jedenfalls gemieden ;-), denn wenn man sich die Decken und Waende so ansieht, kann man schon ein mulmiges Gefuehl bekommen, wenn man sich direkt darunter befindet und die Absperrungen haben wahrscheinlich schon ihren Sinn :-)
Nach diesem abenteuerlichen Ausflug trennten wir uns erstmal von unseren Fahrraedern und nahmen uns ein Tuk-Tuk fuer den Besuch im ca. 20 Km entfernten Landmienen Musseum.
Dieser Besuch war von ernsterer Natur, den der Gruender des Musseums, Mr. Akira gibt Einblicke ueber seine Arbeit und die schreckliche Vergangenheit des Landes.
Mr Akira: Er weiss weder seine richtigen Namen, noch wann er genau geboren wurde. Mit 10 Jahren toeteten die roten Khmer seine Eltern und bildeten ihn zum Kindersoldaten aus. Seine Aufgabe bestand unter anderem darin zehntausende von Landminen zu legen. Nach seiner Desertatin schloss er sich den Vietnamesen an, um gegen seine ehemaligen Herren zu kaempfen. Nach Ende des Krieges widmete er sein Leben dem aufspuehren und entschaerfen von Landminen. Der Sinn seines Lebens besteht nun darin, sagt er, soviele Minen wie moeglich zu beseitigen um seine Mitmenschen zu schuetzen sein Land wieder sicher zu machen.
Kamboscha zaehlt heute zu den am schlimmsten verminten Laendern der Erde. Niemand weiss genau wieviele Minen sich noch unter der Erde befinden, die Schaetzungen gehen in die Millionen und fast taeglich werden immer noch Menschen durch Landminen getoetet oder verletzt; 1 von 236 ist betroffen. Weltweit wird pro Stunde ein Mensch zum Opfer einer Mine.
Heute arbeitet Mr. Akira mit vielen nationalen und internationalen Organisationen zusammen, aber jahrelang hat er nur mit den einfachsten Hilfsmitteln wie Messer und Spaten die Minen aufgespuehrt und entschaerft. Im Musseum zu sehen sind zahlreiche von ihm entscharfte Minen, Sprengkoerper und Bomben der Amerikaner, denn auch die haben mal wieder einen grossen Beitrag zur Unsicherheit des Landes geleistet, als sie im Vietnamkrieg breite Landstriche Kamboschas mit millionen Tonnen von Bomben bewarfen.
Desweiternen gibt er ausfuehrliche Informationen ueber Landminen, deren Auswirkungen und Methoden und Ereignisse des Krieges.
Das Schreckliche an Landminen ist die Tatsache, dass sie nicht gebaut werden um Menschen zu toeten, sondern nur zu verletzen. Man betrachtet es von einem unmoralischen wirtschaftlichen Faktor, den ein verletzter Soldat kostet den Gegner ein vielfaches mehr an Resourssen als ein toter Soldat und demoralisiert seine Kameraden. Auch kostet die Herstellung einer Mine nur 1$, deren Beseitigung kann allerdings bis zu 1000$ kosten.
Nur 1-2 Minen reichen aus um ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern unbrauchbar zu machen und selbst geraeumte Gebiete koennen wieder zu einem Gefahrengebiet werden,wenn in der Regenzeit, tief unter der Erde liegende Minen wieder an die Oberflaeche geschwemmt werden. Deswegen bekommt man als Tourist in Kamboscha keine Roller ausgeliehen und wird darauf hingewiesen die befestigten Strassen nicht zu verlassen, denn die Gefahr besteht immer und ueberall.
Der Kampf gegen die Landmine scheint aussichtslos und es wird noch Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte dauern, bis diese Gefahr, hoffentlich entgueltig aus der Welt geschaffen wurde.
Nicht umsonst gibt es schon seid laengerem ein internationales Abkommen zum Bann von Antipersonenminen, die sog. Ottawa-Konventionen. Bis September 2007 wurde die Konvention von 156 Staaten ratifiziert. Unter den rund 40 Staaten, die zu diesem Zeitpunkt nicht beigetreten waren, befinden sich unter anderem Aegypten, China, Indien, Israel, Pakistan, Russland, Syrien, sowie die USA...